Geschrieben von Daniela Giesenhagen Erfreut sich täglich am eigenen Garten und am Flissertwald. Interessiert an Natur und Nachhaltigkeit, engagiert in den AGs Bürgernetz und Naturfreunde.

Artenreiche Wildstaudenpflanzung verschönert Dorfbild

Das Halbrondell vor der ehemaligen Laube an der Dorfstraße wird sich in eine blühende Oase für Mensch und Natur verwandeln. Die Bürgerrunde Heuweiler setzte am 25.10.25 unter fachkundiger Anleitung von Gärtnermeister Andreas Wiedmaier eine insektenfreundliche Wildstaudenpflanzung um, die dem bisher kargen Bereich künftig neues Leben einhaucht.

Ökologisches Konzept trifft auf Pflegeleichtigkeit

An diesem Vormittag wurden rund 200 Pflanzen gepflanzt und 500 Blumenzwiebeln eingesetzt – insgesamt gut 50 verschiedene Arten auf nährstoffarmem regionalen Estrichsand. Anders als bei einem Schottergarten, der oft nur mit Folie und groben Steinen gestaltet wird und kaum Leben zulässt, bietet diese durchlässige Substratmischung optimale Bedingungen für trockenheitsverträgliche Wildstauden. Der magere Boden verhindert übermäßiges Wuchern und fördert gezielt Pflanzen, die an solche Standorte angepasst sind.

Die Bepflanzung folgt einem durchdachten ökologischen Konzept: insekten- und schmetterlingsfreundlich, trockenheitsverträglich und bewusst pflegeleicht angelegt. In längeren Trockenperioden ist lediglich seltenes Gießen erforderlich.

Durch die gestaffelte Blütezeit bietet das Halbrondell Insekten ganzjährig Nahrung und trägt zur biologischen Vielfalt im Siedlungsbereich bei.

Gemeinschaftsprojekt mit Weitblick

Engagierte Mitgliederinnen und Mitglieder der Bürgerrunde Heuweiler griffen unter Wiedmaiers fachkundiger Leitung beherzt zu Spaten und Gießkanne, um die Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Das Projekt wurde größtenteils aus dem Budget der 750-Jahr-Feier Heuweiler finanziert, die Bürgerrunde steuerte zusätzlich 200 Euro aus eigenen Mitteln bei.

Das Halbrondell, das zunächst karg und ungestaltet dastand, wird künftig ein echter Hingucker sein und zum Verweilen einladen. Es zeigt beispielhaft, wie naturnahe Gestaltung, Ästhetik und Pflegeleichtigkeit miteinander verbunden werden können – ein Gewinn für das Dorfbild und die heimische Artenvielfalt.